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Termin

Veranstaltung

20. März 2011

ADAC Rallye Kempenich

14. Mai 2011

Birkenfelder Löwenrallye

17. / 18. Juni 2011

ADAC Rallye Stemweder Berg

09. Juli 2011

Rallye Buten un’ Binnen / Visselfahrt

24. September 2011

ADAC Rallye Reckenberg

11. bis 13. November 2011

ADAC Rallye Köln-Ahrweiler

 

 

Rallye Köln-Ahrweiler 11. bis 13. November 2011

Zum 2. Novemberwochenende stand wieder mit der RKA der Saisonhöhepunkt und zugleich Abschluss auf dem Programm. Da die Celica bereits Wochen vorher fertig war, belief sich die Vorbereitung im Wesentlichen auf die Organisation. Aus Frankreich wurden extraweiche Regenreifen importiert und das Slickportfolio wurde durch “Weiche” aufgebessert.
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Am Donnerstag noch schnell das Serviceauto gepackt und Abschlussbesprechung mit Fred sowie Olaf und Markus unserem Serviceteam. Natürlich war für das Wochenende trockenes Wetter mit strahlendem Sonnenschein vorhergesagt, so dass die Regenreifen ganz nach hinten geräumt werden konnten.

Kalt sollte es werden an der Ahr - die Frage der richtigen Reifen beschäftigte mich fast den gesamten Donnerstag. Final dann die Entscheidung in die Trickkiste zu greifen und mit den Intermeds eine Auswahl zu treffen, die auf jeden Fall kein Risiko beinhalten sollte.

 

 

Freitag 11.11.2011

Es ist irgendwie immer wieder ein richtig gutes Gefühl mit dem Auto auf dem Anhänger am Kreuz Meckenheim geradeaus Richtung Ahrtal zu fahren... so auch diesmal. Wir brachten die Papier- und Technische Abnahme hinter uns und schon stand die Celica mit der Startnummer 40 beklebt im Startpark. Am Nachmittag kam unser Serviceteam dann noch an - wir waren komplett - die Spiele konnten beginnen.

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Die letzten Veranstaltungen lagen immer sehr lang auseinander, wir hatten jedesmal das Problem die erste Prüfung zu “verschlafen” bzw. es dauerte etwas, bis ich mich wieder an den Grenzbereich der alten Dame herangetastet hatte. Die Reckenberg war nun schon 7 Wochen her - würde es diesmal besser laufen?

WP1 Weinbaudomäne
Inimgp8882_20111112_1969481628a tiefe Dunkelheit gehüllt standen wir um 19 Uhr oberhalb des ehem. Klosters Marienthal und warteten auf den Start.

3 2 1 los - Gas und Kupplung kommen lassen - unsere Ahrweiler 2011 hatte begonnen... allerdings war das Gefühl nicht da, so dass wir eine gefühlte Ewigkeit mit durchdrehenden Rädern langsam nach vorne schoben - Mist! Die erste Bremskurve dann das nächste Aha - die Vorderräder hatten sich noch nicht eingewöhnt. Hmmm - jetzt war das Vertrauen ins Auto erst einmal weg und eine vortastende Gangart den schnellen Weg berghoch angesagt. . erst auf dem letzten Kilometer war das Vertrauen wieder hergestellt - zu spät: Aus der angepeilten Startposition zwischen Platz 20 und 30 wurde die 43. Zeit.
Entsprechend war die Stimmung am Abend etwas gedrückt und ich grübelte über die samstägliche Reifenwahl. Würden bei Temperaturen um 0° am Morgen die Slicks auf Temperatur kommen. Welche Marke und Mischung? In der Nacht dann die Entscheidung wieder auf Intermed zu beginnen und dann die sehr weichen, “nationalen” Dunlop CR311 für die ersten Prüfungen zu nehmen und erst auf die etwas härteren zu wechseln, wenn die Temperatur gegen Mittag hoch geht.

Samstag 12.11.2011IMG_1751a

WP 2 Hardtberg

Gleicher Start wie Freitagabend, doch wo die Prüfung tags zuvor noch zu Ende war, nun die Fortsetzung in den Weinbergswegen oberhalb Dernau. Begrüßt wurden wir durch eine lange Schlange wartender Autos vor dem Start - der Zeitplan fing ja gut an.. Schnell machte die Botschaft die Runde, dass es schon diverse Unfälle in den Weinbergen  gegeben habe und auch einige Favoriten betroffen wären. Mit 30min Verspätung dann der Start. Der bekannte Streckenteil lief ordentlich, dann ab in die Weinberge. Holla - vom Asphalt war nicht mehr viel zu sehen - sehr viel herausgefahrener Schotter sorgte für schöne Drifts auf den drei Metern zwischen Mauer und Abhang. Vom Gefühl her war es recht ordentlich gelaufen - wir hatten keine Onlinezeiten und wussten so nicht, dass wir die 18. Zeit gefahren hatten und nun auf Platz 24 lagen.

 

WP 3 Linder Höhe

rka11-tk109_20111113_1380611087aDer kurze bergauf Sprint bildete in den vergangenen Jahren immer den Beginn am Samstag. Wir hatten für die beiden kommenden Prüfungen auf die Dunlop Slick gewechselt - ich war gespannt. Vom Gefühl her lief die Prüfung so mittelprächtig. Einige Passagen gingen schneller - lieber vom Gas und die Sicherheit weiter steigern. Die Zeitentafel im Ziel signalisierte uns, dass wir wohl besser als gefühlt unterwegs waren. 12. Zeit auf der Prüfung brachte uns auf Platz 23. im Gesamtklassement.

WP 4 Sahrbachtal

Ein Klassiker der RKA. Dieses Jahr wieder mit den nicht enden wollenden Kehren hoch nach Krälingen. Trockene Streckenabschnitte wechselten sich regelmäßig mit feuchten ab. Insbesondere im Tal war Fingerspitzengefühl bei sehr hohen Geschwindigkeiten gefragt. Hatte befürchtet, hier von den alten Hasen mächtig eingeschenkt zu bekommen, doch die 17. Zeit spülte uns auf den 21. Platz.20111112-042a

WP 5 Lückenbacher Hohl

Der nächste Klassiker. Es lief richtig gut bis zum Schotterstück in Reifferscheid. Das Auto rollte fürchterlich - wir mähten mit dem ausgebrochenen Heck mindestens 100m Böschung - sicherlich ein Zeitverlust - aber erträglich. Entschädigt wurden wir von nicht enden wollenden Anfeuerungen  der Streckenposten - ein Teil der Prüfung wurde durch die Renngemeinschaft Oberberg organisiert. Das Ziel in Fuchshofen sah uns mit der 19. Zeit - und das entsprach nun auch der Gesamtplatzierung.
Olaf und Markus hatten die zeitlich enge Transportetappe “in time” geschafft und erwarteten uns zum Service.

WP 6 Burg Aremberg

Die ultraschnelle Prüfung zwischen Antweiler und Dorsel sah uns mit einem 112km/h Schnitt als 17. was eine Verbesserung um einen Platz auf den 18, 310938_290709147618278_100000375867608_951500_1188095086_nabedeutete.

WP 7 Waldhof

In dieser Form eine neue Prüfung mit einem noch nie gefahrenen letzten Drittel. Spannend mal zu sehen, wenn die Erfahrung der Vergangenheit keine Rolle spielt. Das ultraschnelle erste Stück hinter Reifferscheid brachte den Geschwindigkeitsrekord der Veranstaltung mit ca. 200km/h. Schon mulmig mit dieser Geschwindigkeit auf einer Kreisstraße über eine Kuppe zu fliegen und nicht genau zu wissen, wie weit der 90° Abzweig entfernt ist. Kurz dahinter die nächste Kuppe - diesmal fliegend Richtung Rodder. Fazit: super abwechslungsreiche Prüfung - 13. Zeit auf der Prüfung - nun 17. in der Gesamtwertung.
Das es sonnig war und es immer wärmer wurde wechselten wir auf Hankook Slicks - vorne weich und hinten medium. Bis dahin war alles Tadellos gelaufen. Die Celica lief wie ein Uhrwerk. Keine Fahrfehler, Dreher oder sonstige Unannehmlichkeiten. Doch nun kam sie:

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Die Prüfung, die uns letztes Jahr zum Verhängnis wurde wartete diesmal mit 30km Gesamtlänge. Die Anfahrt zum Nürburgring brachte die erste Überraschung. Die Sonne wich einem dichten Nebel - die Strecke war streckenweise nass. Der Übergang wechselte abrupt - teilweise mitten in der Kurve. Die Reifen steckten dies allerdings sehr gutmütig weg - der Wechsel war kein Fehler. Bei der ersten Anfahrt auf die Kehre in Müllenbach erlaubte ich mir sogar den Gag Fred zu fragen, ob wir es nochmal im kompletten Drift versuchen wollen .. kurz darauf war der Spaß vorbei: Der Übergang auf die alte Südschleife war mit losem Schotter aufgefüttert und das Auto rollte über alle Viere auf einen Hinkelstein zu - ein Knall - getroffen? wo? ..weiter. Das Auto lief, allerdings fühlte sich das Heck etwas schwammig an -- hmm.. was war kaputt? Ist das Ganze noch sicher - etwas vorsichtiger wieder hoch zu Start und Ziel. Kurz darauf ein fürchterlich ausbrechendes Heck - Plattfuß hinten rechts. Wir raus aus dem Auto und im super Teamwork den Reifen gewechselt. Die alte Felge sah sehr übel aus. Anschnallen und weiter - geht doch. Allerdings immer noch ein komisches Gefühl im Heckbereich... dann auf einmal 302980_290710904284769_100000375867608_951544_1009342277_naGeräusche. Am Fahrsicherheitszentrum  unter dem Flatterband durch und erst einmal schauen - sieht eigentlich nicht schlecht aus - alle Hinterachsaufhängungen dran und keiner krumm.  Die Steckachse? Wir nahmen dann den kürzesten Weg nach Meuspath zum Service. 

 

Auto hoch und genau geschaut. Was im ersten Augenblick gar nicht so kritisch aussah entpuppte sich dann als krumme Starrachse. Sie hatte einen Knick und das rechte Hinterrad stand ca. 3cm zu weit hinten im Radhaus. Um nicht das Differential und die Starrachsen zu zerstören entschieden wir, aufzugeben.

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Das war es leider.      RKA 2012 - aller guten Dinge sind 3!
Vielen Dank für die Bilder an: Joshua Dörpinghaus; Thomas Schmickler und Timo Krämer von rally3.de; sideways.lu;

Videozusammenschnitt (Vielen Dank an die Kamera-Leute)

 

Rallye Reckenberg am 24.09.12011

Zweieinhalb Monate später war die Celica endlich wieder fertig geworden und so machten Fred und ich uns auf zur Rallye
Reckenberg nach Rheda-Wiedenbrück. Leider war die Zeit recht knapp geworden, so dass die letzten Arbeiten am Auto erst Freitag vor der Veranstaltung abgeschlossen waren. Die wesentliche Änderung am Auto war, dass wir nun Servounterstützung hatten.
Die letzte Probefahrt vor der Veranstaltung brachte noch ein paar kleinere Probleme zu Tage, die aber nicht mehr lösbar waren.
Also “Augen zu und los”
Strahlender Sonnenschein an beiden Tagen - endlich mal eine Veranstaltung im Trockenen. 98 Teams bei der Rallye sowie zusätzlich 43 Teams bei der Histo Rallye auf Sollzeit. Der Veranstalter hatte im diesen Jahr 6 Prüfungen, davon 5 verschiedene mit 35km Länge aufgeboten.
Das Abfahren der Wertungsprüfungen am Morgen machten wir, wegen der Probleme, lieber mit dem Zugfahrzeug. Prompt sprang die Celica im Startpark nicht an - abgesoffen. Erst nach gemeinschaftlichem Bemühen lief das Auto dann und es konnte grad noch in der Zeit losgehen. Reckenberg_24_9
WP1, ein Flugplatzrundkurs, diente zum Eingewöhnen. Zwei Monate Pause und nun mit Servolenkung - ein komplett neues Fahrgefühl. Der fünfte Platz in der Klasse war sicherlich nicht das angepeilte Ziel - aber Potential war da.

WP2 Eine fast acht Kilometer lange Sprintprüfung brachte das Fahrgefühl zurück und die dritte Zeit in der Klasse.
 

WP3: Nun lief es schon richtig gut - zweite Zeit in der Klasse.
 

WP4 Der Rundkurs verlief ohne Probleme, außer das wir in die Hinterräder viel Dreck einsammelten und danach von starken Vibrationen im Auto hatten. Folge war der Ausfall von Tacho und Wegstreckenzähler.
 

WP5 Ein weiterer Rundkurs - eigentlich nicht sehr spannend, wenn da nicht die berühmte Sprungkuppe wäre. Es wurde im Vorfeld viel über die Kuppe gesprochen - voll oder nicht voll war die Frage.. Da es bei den vorherigen Veranstaltungen keinen Sprung gab war nicht klar, wie die Celica sich verhalten würde. Beim Abfahren dann für mich Gewissheit - das Ding geht voll!
..und das sieht dann so aus:
recken11-160  Kuppe

WP6 Ein Verbremser brachte den einzigen Fehler bei dieser Rallye, der uns ein wenig Zeit kostete.

Final blieb es beim 3.Platz in der Klasse sowie dem 20. Platz im Gesamt.
Fazit: Das Auto ist durch die Servolenkung nun wesentlich besser fahrbar. Wir konnten uns von den ansonsten gleich schnellen Teams absetzen und die Zeitdifferenz zur Spitze ist geringer geworden. Bis zur nächsten Veranstaltung sind nun die kleineren Probleme zu lösen.

Videozusammenschnitt (u.a. von Rallyefilme Nord.de, TM Motorsportvideos)

 

Visselfahrt 2011 / Rallye Buten un’ Binnen am 09.Juli 2011

Mit neuer Kupplung, Seriengetriebe und neuem Kardanwellenlager ging es am Wochenende in den Norden.
1000 Kurven im Wald steht als Ausdruck für das IVG Gelände, auf dem die Wertungsprüfungen stattfinden.
Man hatte mir schon prophezeit, dass ich ohne Servolenkung wohl Schwerstarbeit verrichten müsste.. so war es dann auch, wenn
auch kürzer als gedacht.

Auf der vierten Sonderprüfung lief der Motor auf einmal nur noch auf 3 Zylindern, so dass wir vorzeitig aufgeben mussten. Bis dahin
hat es richtig Spaß auf diesem Gelände gemacht. Wir kommen sicherlich wieder - aber dann mit Servo-Unterstützung.

Eine erste Diagnose des Motors ergab, dass die Zündkerze vom 2. Zylinder nicht mehr raus geht - nach Ausbau dann die Gewissheit - ein Ventil war abgerissen.

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Kurzes Video von Rallyefilme-Nord.de: hier

 

Rallye Stemweder Berg 17./18.Juni 2011

Nachdem die Celica wochenlang fertig herumgestanden hatte ging es am Freitag endlich wieder los.
Die Rallye Stemweder Berg , ein Lauf zur ADAC Masters Serie wartete mit rund 100 asphaltierten WP Kilometern auf Fred und mich. Stemwede, die Gemeinde im äußersten Nordosten von NRW bedeutet Flachland - und somit sehr schnelle Wertungsprüfungen mit langen Geraden  auf Wirtschaftswegen.
Die Rallye Youngtimer Trophy Gruppe der RGO war vollständig mit von der Partie angereichert durch Michael Bieg, Bernd Birkholz auf Ihrem BMW 320is.
Das unbeständige Wetter scheint die Meteorologen vor echte Herausforderungen gestellt zu haben -stündlich wechselnde Berichte im Vorfeld - mal Regen am Morgen, mal Regen am Abend - oder doch den ganzen Tag Regen/kein Regen? Erst Samstagmorgen dann die Entscheidung : Es hatte zwar die Nacht geregnet, doch nun schien es stabil trocken zu bleiben. Slicks waren die Wahl für die ersten 3 Prüfungen.

WP1:
Ein Rundkurs von 13km Länge zu Beginn. Erst einmal verhalten angehen lassen und schauen, was der Tag so bringt. Zu verhalten! Das Einfahren der neuen Slicks und die Suche nach dem richtigen Bremspunkt aus hohen Geschwindigkeiten waren echte Zeitkiller. Nur 6. von 9 Teilnehmern in der Klasse und schon 35s auf die Klassenbestzeit verloren.  Dann noch der Schreck, als Michael und Bernd mit Antriebswellenschaden am Wegesrand standen.

WP2:
Eine Sprintprüfung von 6,5km Länge. Gewöhnungsphase 2. Teil.
Die dritte Zeit in der Klasse brachte uns in der Zwischenwertung zwar nicht nach vorne, aber immerhin einige Sekunden gut gemacht.

WP3 bis WP8:
Sekundenduelle in der Klasse. Kontinuierlich gute Zeiten brachten uns nach vorn auf den 3. Klassenplatz.  Es sah nach einem Sekundenduell um Platz 3 zwischen Rolf Droste/Maik Brezina; Markus Kaliga/Hendrik Colsmann und uns aus. Paul Jerlitschka/ Dietmar Moch waren weit vorne und Helmut Spangenberg/Jürgen Seidel hatten sich auch schon ein gutes Polster (WP1!!) herausgearbeitet. Nach WP8 ein schleifendes Geräuch aus dem Kardantunnel, dass wir nicht so richtig ergründen konnten..

Beim ersten Service etwas Unruhe. Einige Fahrwerksschrauben hatten sich gelöst und vorne fehlte gar eine Mutter. Die Schraube der Spurstange konnte zwar nicht raus, trotzdem beunruhigend. M16er Muttern hat man nicht unbedingt im Sortiment. Hier half dann final eine Mutter des Wagenhebers. Im Regrouping 1 ging dann natürlich noch eine dicke Schauer runter - bis zum Restart trocknete es allerdings wieder ab. Wir blieben auf Slickbereifung.

WP9:
Highlight: Die erste Klassenbestzeit - Lowlight: Paul und Dietmar standen mit Motorschaden in der Wertungsprüfung.  Lowlight Zwei: 1. und 2. Gang ließen sich nur noch schwer einlegen - die Synchronringe!

Im Regrouping ging eine gewaltige Regenschauer mit Sturm nieder.
Unser Serviceteam Olaf und Markus hatten unterstützt von Michael alle Hände voll zu tun das Zelt zu retten und parallel unseren Kurzservice vorzubereiten.
Wir wechselten sicherheitshalber auf Intermed. Zudem stellten wir fest, dass die schlagende Kardanwelle das Getriebelager zerlegt hatte - würde es für die beiden letzten WPs reichen?

WP10:
Die Strecke war schon fast wieder komplett abgetrocknet - wir hätten auf Slicks bleiben können. Nichts desto trotz setzten wir die nächste Klassenbestzeit und stabilisierten uns auf dem 2. Platz mit 34sek Vorsprung auf Kaliga/Colsmann. Leider verloren wir auf dieser Prüfung den 2. Gang.

WP11:
 Zum Abschluss noch einmal ein Rundkurs von 10km Länge. Wir gaben unser Möglichstes - die Celica bis 10.000rpm im 1. Gang ausdrehen und damit den einigermaßen geeigneten Anschluss an den 3. Gang herstellen. Immer wieder die bange Sekunde, ob der 1. Gang sich noch mit Gewalt - denn der Synchronring war auch hin - einlegen lässt.
Wir kommen durch und können die alte Dame im Park Ferme abstellen. Die erste Zielankunft bei einer großen Rallye für mich nach langen Jahren! Platz 2 in der Klasse und der Youngtimer Gruppe bis 1981 sowie  4. in der Youngtimerwertung zauberten bei Fred und mir äußerst glückliche Gesichter.

Vielen Dank an Olaf, Markus und Michael (der trotz Ausfallfrust da blieb und kräftig mit angepackt hat), die diesmal richtig viel Arbeit mit der alten Dame im Service hatten!

Bis zur Buten und Binnen / Visselfahrt in 3 Wochen steht für uns jetzt einiges an Arbeit an. Das Getriebe muss wohl vorerst durch ein Serien-Typ ersetzt werden und die Kardanwelle bedarf einer Komplettüberholung.

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Gesammelte Youtube-Videos mit unserer Celica: Video Stemweder Berg 2011
(Vielen Dank an die Kamera-Leute!)
Weitere Bilder gibt es in der Galerie

 

Birkenfelder Löwenrallye 2011 am 14. Mai 2011

Es war kein unerhebliches Risiko, als ich Fred eine Woche vor der Löwenrallye bat, doch die Nennung abzuschicken.
Zu diesem Zeitpunkt lief das Auto - trotz diverser Änderungen noch nicht. Erst am Donnerstag vor der Veranstaltung war
es vollbracht. Diverse Verbesserungen nach der Rallye Kempenich waren notwendigerweise umgesetzt:
Neuer Zündungsgeber, Vergaser überholt, Halter für die Zündkerzenstecker gefertigt, 2cm kürzere Federn hinten und neue
Semislicks.

Ob wir die Semislicks überhaupt brauchen würden, war absolut unklar - die Wettervorhersage änderte sich stündlich und schwankte zwischen trocken und sintflutartigen  Regenfällen. Wir packten mal 4 Regenreifen zusätzlich ein und wollten dann spontan Samstagmittag entscheiden. Unser Ziel war wiederum klar umrissen - sauber durchfahren und ankommen.

Freitagnachmittag reisten wir dann gemütlich nach Birkenfeld und brachten die Papier- und technische Abnahme hinter uns.
Am Hotel angekommen ein großes “Hallo”. Ein paar Teams der Youngtimer Gruppe hatten sich ebenfalls dort einquartiert und
schon den Grill aufgebaut.  .. damit war der Abend organisiert ..

Das Abfahren der Wertungsprüfungen verlief problemlos. 3 sehr schöne Strecken, ein Rundkurs mit einem schönen Schotterstück sowie 2 sehr abwechslungsreiche Sprintprüfungen. Es war sonnig und die Wettervorhersage sagte erst um 17-18 Uhr etwas Regen voraus: Also Slick-Wetter..

WP1:
Ein sehr schöner Rundkurs mit einer anspruchsvollen Ausfahrt. Kurz nach dem Start das angesprochene Schotterstück - ..und schon sahen wir nichts mehr. Der Staub war so dicht, dass man die Strecke eher ahnen als sehen konnte.
Kurz dahinter dann eine Stelle mit fast Begegnungsverkehr. Hier sah ich Lennartz/Müller .. hmm mal sehen wie sich der Abstand zum ex Youngtimer Rallye Trophy Gewinner nach einer Runde verändert ... Holla - wir hatten ein paar Meter gut gemacht. Das war überraschend. Wir sind die Prüfung problemlos zu Ende gefahren. Auto läuft - das konnte so weiter gehen.

WP2:
Kurz vor der ZK fing es an zu regnen. Hallo - es war 14 Uhr und nicht 17 Uhr - Bei feuchter Straße sind wir dann gestartet. Kurze Zeit später dann Schweigen von rechts - “Fred? Fred? ..rede mit mir.. wie geht es weiter?” Die Stromversorgung der Sprechanlage war ausgefallen. An dieser Stelle wurde ein neues Talent entdeckt - Fred als gehörlosen Beifahrer mit pantomimischen Fähigkeiten! Er sagte mir durch Gesten den Streckenverlauf an - und das ging gar nicht mal so schlecht! Auch diese Prüfung verlief ohne Probleme.

WP3:
..weiter mit Pantomime. Die Sprechanlage war auf die Schnelle nicht zu reparieren.
Am Start der Prüfung wurden wir durch eine wunderbare Regenschauer begrüßt - nun stand das Wasser teilweise auf der
Straße - passend zum ersten Drittel der WP - eine sehr schnelle Kreisstraße mit wechselnden Belägen. Waagebalken also auf Regen gestellt und los. Es war extrem glatt auf diesem Stück. Etwas weiter hatte ein vorausfahrendes Fahrzeug eine Überraschung für uns erzeugt - ein lichterloh brennender Strohballen, der als Streckenbegrenzung diente. Also schnell drum herum und ab in die Zwangspause nicht ohne vorher noch eine 9V Batterie für die Sprechanlage zu besorgen.

 Die Zwischenergebnisse waren dann etwas überraschend. Hinter den erwartungsgemäß enteilten Jansen/Jansen und Jerlitschka/Moch waren wir 3. in der Klasse. Aber kein Grund sich auszuruhen - der Abstand zum 8. betrug nur 13 Sekunden!
In den Gesichtern der etablierten Konkurrenten sah ich es - Attacke war bei ihnen angesagt.
Natürlich hatte es aufgehört zu regnen und Sonnenschein begleitete uns in der Zwangspause. Allerdings konnte man auf dem
Regenradar deutlich ein Starkregengebiet ausmachen, dass auf uns zu zog.

WP4
Pünktlich zur Anfahrt öffnete der Himmel die Schleusen und es goss vom Himmel. Also vorsichtig in die Prüfung gestartet - zu
vorsichtig. Der Schotter hatte auf einmal Gripp und die Semislicks waren unter diesen Umständen besser als erwartet. Dann noch an einem Abzweig etwas raus gerutscht und Motor abgewürgt - 10s und mehr ade... Damit waren wir dann 9s hinter
Strauch/Paulussen 5.

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Eine Prüfung zum Genießen - es lief trotz nasser Strecke. Im Ziel den Rückstand auf Dirk Strauch egalisiert - wir waren zeitgleich.

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Abtrocknende Strecke - wieder zu Beginn das schnelle Kreisstraßenstück. An dessen Ende dann beim Anbremsen aus 180km/h will das überbremsende Heck unbedingt das Auto überholen (ups - der Waagebalken) - Auto abgefangen und weiter. Das letzte Stück dann eher ruhig angehen lassen. Wir waren durch  - leider 0,2s langsamer als Dirk. Es blieb beim 5. Platz.

Fazit: Auto läuft, das Team kommt immer besser zurecht - Stemweder Berg wir kommen!

ADAC Rallye Kempenich 2011 am 20. März 2011

Ankommen - das war die oberste Devise für uns. Das Auto war erst kurz vorher fertig geworden und das Zündungsproblem raubte dann noch die letzte Zeit, eine Woche vor der Veranstaltung. Also gingen wir mit dem Entwicklungsstand der RKA2010 an den Start.  Untypisch für Kempenich hatten wir wunderschönes Frühlingswetter. Also die erste Rallye im Trockenen .. und der erste Start als gemeldeter Teilnehmer der Youngtimer Rallye Trophy.

 Freitagabend:
Die technische Abnahme war diesmal nicht ohne - das Auto und Fahrerausrüstung wurden gründlich geprüft.
Es ist immer wieder toll, welches Feedback man zu diesem Auto bekommt - die 3 Jahre Aufbauzeit haben sich wirklich gelohnt.

Samstagmorgen:
Eine kalte Nacht mit Frost - noch weniger Spannung an der Zündung. Das Auto wollte absolut nicht anspringen. Anschieben brachte die freundlichen Helfer an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit - leider auch ohne Erfolg. Erst durch Anschleppen erwachte der Motor.
2 Wertungsprüfungen je 2mal zu fahren - ein recht kurzes Programm aber immerhin schön lange WPs mit total unterschiedlicher Charakteristik.

WP1 u 3  Müllenbachschleife
..das hatten wir doch schonmal und die Kette hing auch wieder :-)
Zum Eingewöhnen es erst mal auf Nummer Sicherheit angehen lassen. So richtig begeisternd war das Fahrverhalten nicht. Kurven, die bei der RKA im Nassen voll gingen verlangten nun etwas Mut. Das Drama dann auf dem schnellen Bergaufstück - der Motor lief nicht richtig und da wo andere ihr Auto ausdrehen, war bei uns im 3. Gang Schluss.

WP2 u 4 Engeln
Sehr eng - teilweise rutschig und unübersichtlich
Wir waren hier recht vorsichtig unterwegs. An Bergaufstücken wieder der nicht richtig laufende Motor...
Auf WP4 dann noch ein fast Dreher an einer Spitzkehre mit leichter Strohballenberührung.

Fazit:
6. in der Klasse und 42er im Gesamt ist grundsätzlich enttäuschend. Zufrieden war ich mit uns als Team und meiner ersten Zielankunft als Fahrer nach 1988. Am Auto gibt es noch einiges zu verbessern: Zündung, wahrscheinlich Benzinzufuhr und Fahrwerksverbesserung. Einiges zu tun bis Altenkirchen in 3 Wochen.

Zusammenschnitt der bewegten Bilder aus Youtube:  Video Rallye Kempenich 2011

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